Skulpturen - kunst-in-holz- jwidmann

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Skulpturen

Moorgeist
Wiederholt sind auch hier Astansätze mein erster Impuls für Nase, Augen und Ohr einer phantastischen Figur. Aus der Kommunikation von Holzmaserung und sehr exakten Kettensägeschnitten entstehen schwungvolle  Flächen. Der ursprüngliche Stamm bleibt teilweise sichtbar. Die endgültigen Flächen und den Ver-lauf von vier Kanten entscheide ich mit einem durchgängigen Sägeschnitt. Durch das Abflammen und Ölen hebe ich das Material Holz. Mit einer Moorlasur  nehme ich Bezug auf den Titel.
Kiefer, Kettensägearbeit, geflammt, Moor, geölt,  35 x 140 x 25cm,  
Eisensockel gerostet, 35 x 25 x 30 cm   
Empor!
Beim Betrachten, was in diesem Kirschholzstamm mit leichtem Drehwuchs verborgen ist, entdeckte ich diese aufwärtsstrebende Spirale. Aus einer rohen, naturbelassenen Baumstammbasis, mit alten Astabschnitten, entwickelt sich die gedrungene Drehbewegung. Weiter oben bricht die schützende Schicht weg und Darunterliegendes wird sichtbar. Vier griffige Flächen werden durch das Schleifen glatt, geschmeidig und rutschig. Ganz oben öffnet sich ein Spalt.
Kirsche, Kettensägearbeit, geschliffen, geölt   34 x 165 x 34 cm,
Eisensockel gerostet, 34 x 20 x 34 cm

Nebeneinander
Eiförmige, dicke Ulmenscheiben waren der Beginn dieser Ei-Skulpturen. Diese archaische, ruhige Form lässt das Material Holz sprechen. Im Zentrum der Kern, von dem aus die kräftigen Jahresringe sich über die ganze Form aus-breiten. Verletzungen und Krankheiten zeigen sich in veränderter Maserung. Ein großer Spalt bricht das Ei auf. Ein Ei ist roh und rau, das andere geschliffen, glatt und geölt. Ein immer wieder neues, lebendiges Nebeneinander. Sie laden ein zum Sich-Draufsetzen und Ausbrüten.
Ulme, Kettensägearbeit, geölt, 65 x 45 x 40 cm; Ulme, Ketten-sägearbeit, natur, 70 x 50 x 40 cm

Dialog
Ein  Blitzeinschlag entlang eines Baumstammes  und der Versuch einer Buche, diese Wunde wieder zu schließen. So erwuchs eine ganz besondere Form. Dieses Holzobjekt zeigt einen Querschnitt mit Kettensäge. Die geschliffene, glatte Schnittfläche fordert auf zum Berühren. Leichte Sägespuren, Narben bleiben sichtbar. Durch das Ölen wird der Farbton angefeuert und das Holz wieder lebendig schön. Der Querschnitt in der Senkrechten erinnert an das Aufstehen nach dem Fall.
Buche, Kettensägearbei, ge-schliffen, geölt, 50x 40 x25 cm
Eisensockel, gerostet, geölt, 27 x 98 x 27 cm

Phantasia  
Nach dem Aufstellen eines Kiefernstammes war die Anordnung von drei Ästen mein erster Impuls. Schnitt für Schnitt entwickelte ich um diese drei markanten Punkte die Figur. So entstand ein farbenprächtiger Spitzhaubenturako. Von unten nach oben betrachtet erwächst die Phantasia aus einem kompakten Baumstamm hinauf zum  filigran zerklüfteten Kopffederschmuck. Durch das Abflammen von Flächen und Konturen betone ich die Holzmaserung. Mit dem lasierend leuchtenden Grün und kräftigen Rot bleibt das Material Holz sichtbar und zeigt gleichzeitig eine farbenfrohe Tierwelt. Diese Tierdarstellung mit menschlicher Körperhaltung und Charaktereigenschaft ist für mich eine Symbiose von Pflanzen, Tier und Mensch.
Kiefer, Pigmente, geflammt, geölt, 30 x 215 x 40 cm

verkauft

Johanna Widmann ■ Wolfratshauser Straße 27 82544 Egling ■ Tel. 08176 7173
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