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Aktuell

Liebe Kunstinteressierte,
lassen Sie uns gemeinsam dem Verbindenden von Theologie und Kunst nachspüren und begleiten Sie mich auf dieser Spurensuche im Rahmen eines Tagesseminars am Vortag von Maria Lichtmess. Veranstaltet von der Aktionsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der Evang.-Luth. Kirche in Bayern (afa)
Die goldene Mitte – Symbol einer gemeinsamen Idee der Religionen?
Samstag, 1.02.2020
10.00 bis 16.00 Uhr
afa/kda
Schwanthalerstr. 91, 80336 München
Anmeldung erforderlich, weil Teilnehmerzahl begrenzt

Ich freue mich auf Sie.
Johanna Widmann

Das Lichtobjekt Die goldene Mitte von Johanna Widmann lehrt uns, neu wahrzunehmen. Theologisch-ästhetische Bemerkungen von Dr. Roland Pelikan
Der erste Eindruck entscheidet oder Liebe auf den zweiten Blick?  
Auf  den  ersten  Blick  zeigt  sich  Die goldene Mitte  zweidimensional;  doch  weist  ein  hauchzarter Schattenwurf  von  dort  an  der  Wand  uns  als  Betrachtende  nicht  schon  im  nicht-erleuchteten  Zustand bereits auf  die dritte Dimension hin?
Dann fällt der Blick auf die goldene Kugelgestalt und zieht den Betrachter unweigerlich in den Bann. Unsere Augen würden gern Ruhe finden in einer Konzentration auf die Mitte. Doch nimmt man  nun auf den zweiten Blick wahr, dass das wie ein Einauge wirkende Gold noch auf einem anderen Grund ruht. Was mag das sein? Noch während der Betrachtung lässt sich im Nähertreten ein wildes Wurzelgeflecht aus Natur erkennen. Dies drängt sich als stofflicher Gegensatz zur Goldenen Mitte der Betrachtung auf. Das vielgestaltige und verzweigte Wurzelwerk zwingt die Aufmerksamkeit auf sich und führt unseren Blick in die unendliche Vielfalt der Natur hinein. Fast verlieren wir uns darin. Doch wo ist die Grenze?
Es werde Licht! oder Die Eule der Minerva beginnt ihren Flug in der Dämmerung. (Hegel)
Das  Tageslicht  schwindet.  Im  Voranschreiten  der  Zeit  entfaltet  Die goldene Mitte  als  kunstvoll illuminiertes Objekt eine neue, ganz eigene Wirkung. Der goldene Spiegel erstrahlt in seinem erhellenden Kontrast  zum  Hintergrund.  Das  Kunstobjekt  gibt zu denken (Ricoeur).  Das  Gezweig,  schon  fast  ins Dunkel  getaucht,  gerät  zum  Ruhekissen  des  sanft  erleuchteten  Auges.  Doch  der  betrachtende Ruhezustand währt nur kurz. Und bald will das Auge erkennen, dahinterkommen, woher die Erleuchtung stammt.  Nun  beginnt  aber  das  Gold  gleichsam  vor  den  Augen  der  Betrachtenden  zu  schweben,  und Unruhig ist das Herz, bis es Ruhe findet in Dir. (Augustinus). Doch wo finden wir Halt in schwankenden Zeiten?
In der Nacht sind alle Katzen grau? oder  Finsternis ist wie das Licht. (Psalm 139,12)
Dunkel ist unser Standpunkt. Doch aus dem Schwarz der Nacht erstrahlt hell eine Erleuchtung des Auges auf. Noch schweift der Blick und forscht nach der Quelle des Lichts. Denn nicht der Glanz von Gold kann unseren Blick auf Dauer in der Mitte halten. Vielmehr zieht aus der Dunkelheit, mehr geahnt als erkannt, das  Gezweig  aus  Natur  die  Aufmerksamkeit  auf  sich.  Und  doch  scheint  Die goldene Mitte  hell  in dreifacher Hinsicht unseren Blick ins Schwingen und Schweben zu bringen.  
Nun  wird  es  Zeit  unsere  schwankenden  und  schweifenden  Blicke    zu  sammeln.  Wir  wollen  unsere gedanklichen Eindrücke auf den Begriff der Sprache bringen.  
Das Lichtobjekt von Johanna Widmann entfaltet eine erstaunliche Dreidimensionalität. Diese kann uns im Raum  der  Kirche  und  in  christlicher  Tradition  als  künstlerischer  Ausdruck  des  Dreieinigen Gottesgedankens  oder  der  Dreifaltigkeit  erscheinen  und  zur  Anschauung  der  Dimensionen  göttlicher Offenbarung anleiten.
Die Bildhauerin Johanna Widmann nimmt Gezweig der Natur, verbindet dies mit Metall und schließlich mit von Menschen erfundener Elektrizität. Aus christlicher Tradition können wir in der Verbindung der Materialien an die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus denken, durch den der Zugang des Menschen zur eigenen Geschöpflichkeit wieder möglich wird. In der dritten Lichtphase erfährt der Betrachter die Erleuchtung, die unsere Wahrnehmung in neuem Licht erscheinen lässt. Hier schließt sich die Dimension des Heiligen Geistes an, der die Bedingung zur Einsicht in das Geheimnis der göttlichen Offenbarung des Menschen ist.
Der Autor, Dr. Roland Pelikan (München), ist Industrie- und Sozialpfarrer im Kirchlichen Dienst der Arbeitswelt (kda) der Evang.-Luth. Kirche in Bayern und hat „Die Goldene Mitte“ von Frau Johanna Widmann im ehrenamtlichen Umgang kennen gelernt. Als Theologe und Sozialethiker bewegen sich  seine meditativen Gedanken zum Kunstobjekt daher im christlich-religiösen Kontext.   
Das Lichtobjekt Die goldene Mitte ist für den Innen-und Außenbereich gedacht und in verschiedenen Größen erhältlich.
 
Johanna Widmann
Bildhauerin
Wolfratshauser Straße 27 82544 Egling
Tel. 08176 7173 widmann.johanna@t-online.de

Wilfried Reifarth: "Für mein Buch Das Enneagramm – Neue Einsichten und Perspektiven habe ich eines von drei Objekten der Künstlerin Johanna Widmann gewählt, weil es durch seine konkave Form und die Darstellung des Enneagramm-Symbols mittels dreifachem, geflochtenem Pferdehaar eine wirklich neue Perspektive auf das Symbol eröffnet. .. Es ist mir Inspiration und Quelle ständig neuer Entdeckungen."
Vor Ort ...

Die goldene Mitte hat inzwischen in vielen Räumen ihren Platz gefunden.
Dort können Sie mein Lichtobjekt anschauen, auf sich wirken lassen. Dabei wünsche ich Ihnen viel Freude.
Juwelenmanufaktur
Romanplatz 3  80639 München - Nymphenburg   

Hausarztpraxis an der Loisach
Barbezieuxstraße 1  82515 Wolfratshausen   
Jordance Tanzstudio
Mittenwalder Straße 4  82057 Icking   
Johanna Widmann ■ Wolfratshauser Straße 27 82544 Egling ■ Tel. 08176 7173
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